In diesem Artikel
Ihr Betrieb ist seit Monaten auf Uber Eats, Deliveroo oder Just Eat, und trotzdem kommt kaum etwas rein. Das Problem ist selten, dass Sie nicht 'auf' der Plattform gelistet sind — das Problem ist, dass die Plattform Sie innerhalb der Suchergebnisse für Ihre Postleitzahl oder Kategorie irgendwo ganz unten platziert, wo kaum jemand hinscrollt. Jede der drei großen Lieferplattformen rankt Restaurants mit einem eigenen Algorithmus, und dieser achtet laut der eigenen Partner-Dokumentation der Plattformen auf eine Handvoll Dinge, die die meisten Betriebe nie bewusst eingerichtet haben. Dieser Artikel zählt sieben dieser Zahlen auf.
Dies ist kein Artikel darüber, wie Sie Ihre Plattformprovision senken — das gibt es bereits auf dieser Seite, und es geht darum, was Sie an die Lieferplattform zahlen. Es geht auch nicht um Ihren eigenen Bestellkanal auf Ihrer Website. Dieser Artikel behandelt etwas, das fast kein Betrieb je nachgeschlagen hat: wie die Plattform entscheidet, WELCHE Restaurants ein Gast innerhalb seiner Postleitzahl oder Kategorie überhaupt zu sehen bekommt — und in welcher Reihenfolge.
Das ist keine Spekulation. Anders als beim Google-Ranking, über das seit Jahren spekuliert wird, veröffentlichen Lieferplattformen einen Teil ihrer Ranking-Mechanik selbst — in ihren Partner-Hilfezentren, in ihrer eigenen 'Success Score'-Richtlinie und manchmal sogar in Blogbeiträgen ihres eigenen Engineering-Teams. Das Problem ist nicht, dass die Information geheim ist. Das Problem ist, dass sie fast kein Betrieb je gesucht hat.
Die Zahlen in diesem Artikel stammen aus dieser offiziellen Dokumentation. Uber Eats und Deliveroo sind die Plattformen, die Sie in Deutschland tatsächlich nutzen; DoorDash ist in den meisten europäischen Märkten nicht aktiv, veröffentlicht aber als einzige der drei genaue Prozentzahlen dazu, was ein Foto, eine Beschreibung oder eine Stornierung mit dem Umsatz macht. Diese Zahlen veranschaulichen einen Mechanismus, der laut der eigenen — vager formulierten — Dokumentation von Uber Eats und Deliveroo genauso für sie gilt: Welche Faktoren zählen, ist bei allen dreien im Kern dasselbe, auch wenn nicht jede Plattform jede exakte Prozentzahl veröffentlicht.
Sieben Zahlen, in dieser Reihenfolge: was ein Foto pro Gericht mit dem Umsatz macht; die Bewertungsschwelle, die Sie in eine separate, sichtbarere Kategorie versetzt; wie viel Zeit Sie haben, eine Bestellung anzunehmen, bevor die Plattform sie automatisch ablehnt; die Stornogrenze, die Sie aus der hervorgehobenen Liste wirft; wie viele einzelne Signale Uber Eats selbst in seinem 'Success Score' nennt — ohne zu sagen, wie stark jedes Signal gewichtet wird; was eine einfache Menübeschreibung zusätzlich zum Foto bringt; und was gesponserte Platzierung zusätzlich zur ohnehin gezahlten Provision kostet.
Warum fast kein Betrieb diesen Algorithmus kennt
Die meisten Betreiber behandeln eine Lieferplattform wie ein Telefonbuch: Ihr Betrieb steht drin, also finden Gäste Sie. Das stimmt nicht mehr, seit diese Apps von einer alphabetischen oder chronologischen Liste zu einem personalisierten Ranking gewechselt sind — jeder Gast sieht eine andere Reihenfolge, die laufend neu berechnet wird, basierend darauf, was die Plattform gerade für am wahrscheinlichsten hält, zu einer Bestellung zu führen.
Ubers eigenes Engineering-Team hat öffentlich erklärt, dass das Ranking-System von Uber Eats genau eine Sache optimiert: die Wahrscheinlichkeit, dass ein Gast, der Ihren Eintrag sieht, tatsächlich bestellt — Ihre Konversionsrate. Je mehr Menschen, die Ihr Angebot sehen, auch tatsächlich bestellen, desto häufiger zeigt die Plattform Sie mehr Menschen. Das ist keine Geheimformel, das ist das explizite, veröffentlichte Ziel der Plattform — und trotzdem hat fast kein Betrieb je seine eigene Konversionsrate betrachtet, geschweige denn versucht, sie zu verbessern.
Der Rest dieses Artikels zählt auf, was die meisten Betriebe nie nachgeschlagen haben: was ein Foto für den Umsatz bedeutet, welche Bewertung Sie in eine separate, sichtbarere Kategorie versetzt, wie viel Zeit Sie haben, bevor die Plattform Sie automatisch ablehnt, welche Stornogrenze Sie aus der hervorgehobenen Liste wirft, was Uber Eats selbst zu messen angibt, was eine Beschreibung zusätzlich zu einem Foto bringt — und was gesponserte Platzierung wirklich kostet.
Kostenloser Leitfaden Alles über Digitalisierung in Ihrem Restaurantbetrieb, in einem Leitfaden Vom Kassensystem bis zu Lieferapps — der vollständige Leitfaden zur Technologie in Ihrem Betrieb. Leitfaden lesen7 Zahlen, die entscheiden, ob ein Gast Sie je sieht
Jede Zahl unten wurde zum Zeitpunkt der Erstellung namentlich in der offiziellen Partner-Dokumentation der genannten Plattform nachgewiesen. Plattformen ändern diese Programme und Schwellenwerte gelegentlich ohne große Ankündigung — prüfen Sie im Zweifel die aktuelle Hilfeseite der Plattform. Wo eine Plattform keine exakte Prozentzahl veröffentlicht, steht das unten auch klar so — dieser Artikel erfindet keine Zahl, die die Plattformen selbst nicht offenlegen.
1. 44 %: was ein einfaches Foto pro Gericht mit dem Umsatz macht
DoorDash veröffentlichte 2022 die Ergebnisse einer eigenen Studie mit mehr als 15.000 lokalen Betrieben: Menüs, bei denen jeder Artikel ein eigenes Foto hat, erzielen bis zu 44 % mehr monatlichen Umsatz als Menüs ohne. Ein Header-Bild oben auf der Betriebsseite bringt separat davon nochmal bis zu 50 % zusätzlich, und ein Logo bis zu 23 % — beides unabhängig von den Artikelfotos selbst.
Diese Zahl steht nicht losgelöst vom Ranking. Weil der Algorithmus von Uber Eats auf Konversionsrate optimiert (siehe oben) und ein Foto nachweislich mehr Menschen zur Bestellung bewegt, wirkt ein fehlendes Foto doppelt gegen Sie: Sie verkaufen weniger an die, die Sie sehen, und die Plattform zeigt Sie dadurch von vornherein weniger Menschen. Deliveroo bestätigt in der eigenen Partnerkommunikation denselben Mechanismus: Menüfotos können Bestellungen um bis zu 25 % steigern.
Es geht hier nicht um ein einziges schönes Stimmungsfoto oben im Menü. Es geht um Abdeckung — wie viel Prozent Ihrer einzelnen Gerichte ein eigenes, erkennbares Foto hat. Ein Betrieb mit zehn Fotos bei einem Menü von vierzig Gerichten hat 25 % Abdeckung und verliert den Umsatz jedes unfotografierten Gerichts genau in dem Moment, in dem ein zögernder Gast daran vorbeischeitet.
Derselbe Betrieb, dieselbe Postleitzahl, dieselbe Kategorie — der einzige Unterschied ist, ob die fünf kostenlosen Zahlen (1 bis 6, ohne die bezahlte Option) eingerichtet sind.
Illustrativ — die exakte Reihenfolge, die ein Gast tatsächlich sieht, wird pro Gast neu berechnet und hängt auch von Entfernung, Verfügbarkeit und der eigenen Bestellhistorie dieses Gastes ab. Was sich nicht ändert: Jede Zahl oben zieht in dieselbe Richtung.
2. 4,6 Sterne: die Bewertungsschwelle, die Sie in eine separate, sichtbarere Liste versetzt
Uber Eats' eigenes 'Top Eats'-Programm verlangt eine Kundenbewertung von mindestens 4,6 Sternen (zusammen mit einigen operativen Mindestanforderungen), um infrage zu kommen. Betriebe, die das erreichen, erhalten ein eigenes Top-Eats-Label neben ihrem Namen und eine prominentere Platzierung in den Ergebnissen — nicht nur 'etwas höher', sondern eine ganz eigene, sichtbarere Anzeigekategorie.
DoorDash betreibt ein vergleichbares, aber separates Programm namens 'Most Loved': Eine lebenslange Durchschnittsbewertung von mindestens 4,5 Sternen, kombiniert mit einer niedrigen Stornoquote (siehe Zahl 4), schaltet ein eigenes 'Most Loved'-Karussell auf dem Startbildschirm der App frei — ein Platz, an dem Betriebe ohne dieses Label schlicht nie erscheinen, unabhängig vom sonstigen Ranking.
Der Punkt ist nicht, dass 4,2 Sterne 'schlecht' wären — das ist eine gute Bewertung. Der Punkt ist, dass sie knapp unter einer harten Schwelle liegt, die eine komplett andere Anzeigestufe freischaltet. Ein Restaurant mit 4,7 Sternen und eines mit 4,4 Sternen unterscheiden sich in der normalen Liste vielleicht um ein paar Plätze; in der Premium-Kategorie erscheint das eine und das andere gar nicht.
3. 10 Minuten: wie viel Zeit Sie haben, eine Bestellung anzunehmen
Das eigene Hilfezentrum von Deliveroo ist hier unmissverständlich: Wenn Sie eine eingehende Bestellung nicht innerhalb von 10 Minuten annehmen oder ablehnen, weist das System sie automatisch ab, damit ein Gast nicht endlos auf eine Bestätigung wartet. Eine automatische Ablehnung zählt in der Praxis genauso wie eine Stornierung durch Sie selbst (siehe Zahl 4).
Uber Eats geht hier noch einen Schritt weiter als Deliveroo: Laut Ubers eigener Dokumentation kann ein Betrieb vollständig pausiert werden — unsichtbar für jeden Gast in der Nähe, angezeigt als 'derzeit nicht verfügbar' — sobald mehrere Bestellungen hintereinander unbeantwortet bleiben. Das ist nicht 'etwas weiter unten gelistet': Das ist komplett von der Liste, bis Sie manuell reaktivieren oder es automatisch wieder öffnet (standardmäßig um 6 Uhr am nächsten Morgen).
Die praktische Lösung steht wortwörtlich in derselben Dokumentation: automatische Annahme aktivieren. Damit sieht der Gast seine Bestellung sofort als 'bestätigt', ohne das Fenster 'Bestätigung bei {Betriebsname} läuft', das eine langsame Reaktion erst so sichtbar macht.
4. 1,1 %: die Stornogrenze, die Sie aus der hervorgehobenen Liste wirft
Das 'Most Loved'-Programm von DoorDash (siehe Zahl 2) setzt eine klare Grenze: Ihre vermeidbare Stornoquote — Bestellungen, die Sie selbst aus Gründen stornieren, die in Ihrer Kontrolle liegen, wie falsche Öffnungszeiten oder ein Gericht, das schlicht ausverkauft war — muss unter 1,1 % bleiben, um im Karussell zu erscheinen. Darüber verschwinden Sie aus diesem hervorgehobenen Platz, auch wenn Ihre Bewertung ansonsten in Ordnung ist.
Separat davon setzt DoorDash einen eigenen operativen Standard für 'Ausfallzeit' — die Zeit, in der Ihr Betrieb während der eigenen angegebenen Öffnungszeiten vollständig nicht verfügbar ist: Der Zielwert für einen gut performenden Betrieb liegt bei 1 % oder weniger über ein rollierendes 90-Tage-Fenster, mit einer harten Obergrenze um 20 % für sogenannte 'virtuelle Marken', bevor automatische Einschränkungen greifen.
Die Unterscheidung zwischen 'vermeidbar' und 'unvermeidbar' ist hier der entscheidende Punkt. Eine Stornierung, weil ein Kurier nie erschienen ist, zählt in der Regel nicht gegen Sie. Eine Stornierung, weil Ihre Öffnungszeiten im System falsch sind, Sie ein Gericht nie als ausverkauft markiert haben, oder Sie schlicht zu beschäftigt waren, um abzunehmen — zählt sehr wohl, und ist genau die Art von Stornierung, die ein paar Minuten Einrichtung vermeiden.
5. 5 Signale, kein veröffentlichtes Gewicht: was Ubers 'Success Score' wirklich misst
Uber Eats fasst einen Teil seiner Ranking-Eingaben in einem eigenen, pro Betrieb berechneten 'Success Score' zusammen, dokumentiert in Ubers offizieller Partner-Richtlinie. Unter 'operative Exzellenz' nennt Uber vier konkrete Signale namentlich: den Anteil an Bestellungen, die Sie nicht erfüllen, Verzögerungen bei der Zubereitungszeit, die den Kurier warten lassen, den Anteil an Bestellungen mit einem Genauigkeitsproblem (falscher oder fehlender Artikel) und den Anteil an Bestellungen mit einer Geschmacks- oder Qualitätsbeschwerde, die Ihrem Betrieb zugeschrieben wird.
Zusätzlich zählt der Success Score zwei separate Komponenten, die nichts mit 'pünktlich liefern' zu tun haben: wie viele Ihrer Menüartikel ein Foto und eine Beschreibung haben (siehe Zahlen 1 und 6), und wie Kunden Ihren Betrieb bewerten (siehe Zahl 2). Namentlich genannt sind das sechs einzelne Signale — vier operative, plus Menüabdeckung, plus Bewertung.
Was Uber nicht veröffentlicht, ist, wie stark jedes dieser sechs Signale relativ zu den anderen gewichtet wird. Das ist keine Auslassung dieses Artikels — es ist genau das, was die Plattform selbst offenlegt oder eben nicht. Die ehrliche Schlussfolgerung lautet: Sie wissen jetzt, WAS gemessen wird, nicht GENAU, wie viel jeder Teil zählt. Genau deshalb ist der Rechner weiter unten in diesem Artikel ausdrücklich ein pädagogisches Werkzeug und keine Kopie von Ubers nicht offengelegter Formel.
Zwei der sieben Zahlen sind ein gemessener Umsatzprozentsatz. Der Rest sind Faktoren, die die Plattform selbst namentlich nennt, ohne ein Gewicht daran zu heften.
Quellen: DoorDash' eigene 2022-Studie über 15.000+ Betriebe für die beiden gemessenen Prozentzahlen; Uber Eats' 'Success Score'-Richtlinie und Top-Eats-Bedingungen sowie DoorDash' 'Most Loved'-Bedingungen für den Rest. Wo kein Prozentsatz steht, veröffentlicht die Plattform selbst auch keinen.
6. 18 %: was eine einfache Beschreibung zusätzlich zum Foto bringt
Dieselbe DoorDash-Studie, aus der die 44 % in Zahl 1 stammen, misst auch den Effekt einer guten Menübeschreibung unabhängig vom Foto: Artikel mit einer klaren Beschreibung — was drin ist, wie es zubereitet wird, was die Portion umfasst — erzielen bis zu 18 % mehr monatlichen Umsatz als Artikel ohne. Das ist ein separater Effekt zusätzlich zum Foto, nicht doppelt gezählt mit Zahl 1.
Der Grund ist einfach und steht wortwörtlich in DoorDash' eigener Dokumentation für Betriebe: Ein Foto zeigt Form, Farbe und Portionsgröße schneller, als Text es kann, aber ein Name allein ('Das Spezielle') sagt einem Gast, der Ihren Betrieb nicht kennt, nichts darüber, was tatsächlich drin ist. Eine Beschreibung nimmt genau diese Unsicherheit weg, in dem Moment, in dem ein Gast zwischen Ihrem Gericht und dem daneben schwankt.
Kategorisierung zählt hier ebenfalls: Ein Menü, das in klare Rubriken (Vorspeisen, Hauptgerichte, Getränke) unterteilt ist, statt eine lange Liste zu sein, ist genau die Art von 'Menüabdeckung', die Ubers Success Score als eigenes Signal zählt (siehe Zahl 5) — unabhängig davon, was jedes einzelne Foto oder jede Beschreibung für sich bringt.
7. Bis zu 30 %: was gesponserte Platzierung kostet, zusätzlich zur bereits gezahlten Provision
Alles oben ist organisches Ranking — kostenlos zu verbessern, indem Sie einfach Ihre Daten in Ordnung bringen. Daneben gibt es bezahlte Platzierung: Uber Eats' 'Sponsored Listings' lässt Sie separat, zusätzlich zu Ihrer Standardprovision, für einen prominenten Platz oben im Startfeed der App zahlen, über ein Cost-per-Click-Modell, bei dem Sie selbst ein Wochenbudget und ein Gebot pro Klick festlegen.
Diese bezahlte Platzierung kommt zusätzlich zu Ihrer gewöhnlichen Provision, nicht anstelle davon. Uber Eats' eigene Provisionsstufen laufen, je nach gewähltem Paket, bis zu etwa 30 % des Bestellwerts beim umfangreichsten Paket — Sponsoring ist ein völlig separates Budget obendrauf, keine Alternative dazu.
In frühen Tests berichtete Uber selbst von einem Rendite von etwa 5 Euro Umsatz pro Euro Werbebudget — eine Zahl, die von der Plattform selbst stammt, aus einer frühen Testphase, und daher mit entsprechender Vorsicht zu lesen ist. Das Wichtigste dabei: Sponsoring kauft Sichtbarkeit, es kauft nicht die sechs kostenlosen Faktoren oben — ein Betrieb mit schlechter Bewertung und wenigen Fotos, der zusätzlich sponsert, zahlt dafür, ein schwaches Angebot mehr Menschen zu zeigen, nicht dafür, es zu verbessern.
Berechnen Sie Ihren eigenen Sichtbarkeits-Score
Tragen Sie die fünf Zahlen unten ein, wie sie heute für Ihren Betrieb gelten, und erhalten Sie einen Score von 100 — plus die eine Änderung, die Ihnen gerade jetzt am meisten bringen würde.
Dieser Score ist ein pädagogisches Werkzeug, aufgebaut auf den sieben Zahlen oben — keine Kopie der echten, nicht offengelegten Formel von Uber Eats, Deliveroo oder DoorDash. Keine Plattform veröffentlicht ihre vollständige Ranking-Formel (siehe Zahl 5); dies ist die beste Schätzung, die sich aus den tatsächlich veröffentlichten Zahlen bauen lässt.
Ihr Sichtbarkeits-Score
Fünf Zahlen, ein Score, eine Aktion.
Größte Chance:
Pädagogische Schätzung auf Basis veröffentlichter Zahlen — kein offizieller Score von Uber Eats, Deliveroo, Just Eat oder DoorDash.
Dieser Rechner deckt die fünf Zahlen ab, an denen Sie heute selbst arbeiten können — nicht die anderen beiden (Annahmegeschwindigkeit als harte Schwelle und bezahlte Platzierung), die eher wie ein Ein/Aus-Schalter oder ein separates Budget funktionieren als wie eine Skala, die Sie schrittweise verbessern.
Was der Score nicht misst: wie konstant Sie diese fünf Punkte über die Zeit halten. Ein guter Monat nach einer schlechten Bewertung verändert Ihren Durchschnitt nicht sofort — die meisten Plattformen rechnen mit einem gleitenden Durchschnitt über mehrere Monate, genau damit ein vorübergehender Ausschlag nicht als strukturelle Verbesserung zählt.
Womit Sie morgen beginnen
Drei Schritte, in der Reihenfolge, die für den Zeitaufwand am meisten bringt.
1. Prüfen Sie Ihr Menü auf die zwei kostenlosen, gemessenen Zahlen
- Gehen Sie Ihr komplettes Menü auf jeder Plattform durch, auf der Sie gelistet sind, und zählen Sie, wie viele Gerichte kein Foto haben — das ist Zahl 1, der größte gemessene Hebel.
- Fügen Sie jedem Artikel ohne Beschreibung einen Satz zum Inhalt hinzu — das ist Zahl 6, ein separater Effekt zusätzlich zum Foto.
- Berechnen Sie mit dem Rechner oben Ihren eigenen Sichtbarkeits-Score, um zu sehen, was von beidem bei Ihnen am meisten bringt.
2. Korrigieren Sie die zwei harten Schwellenwerte
- Schalten Sie die automatische Annahme ein, wo möglich, damit Sie nie an die 10-Minuten-Grenze aus Zahl 3 stoßen.
- Prüfen Sie, warum Sie im letzten Monat storniert haben, und beheben Sie die zwei häufigsten, vermeidbaren Ursachen (falsche Öffnungszeiten, nicht markierte ausverkaufte Artikel) — das ist Zahl 4.
- Prüfen Sie, ob Ihre Bewertung über 4,6 liegt; falls nicht, bitten Sie gezielt Gäste, die gerade zufrieden gegangen sind, um eine Bewertung (Zahl 2).
3. Erwägen Sie gesponserte Platzierung erst danach
- Setzen Sie kein Werbebudget ein, bevor die fünf kostenlosen Zahlen in Ordnung sind — Sponsoring zeigt ein schwaches Angebot nur mehr Menschen (Zahl 7).
- Beginnen Sie mit einem kleinen, separaten Budget und messen Sie selbst, wie viele zusätzliche Bestellungen es bringt, unabhängig von Ihrer normalen Provision.
- Wiederholen Sie diese gesamte Prüfung jedes Quartal — Plattformen ändern ihre Schwellenwerte und Programme gelegentlich ohne große Ankündigung.
Die kurze Antwort
Lieferapps ranken Restaurants mit einem Algorithmus, der laut den Plattformen selbst hauptsächlich auf Konversionsrate achtet — am stärksten bestimmt durch Fotos pro Gericht, Ihre Bewertung, wie schnell Sie Bestellungen annehmen, Ihre Stornoquote und ob Sie pünktlich und korrekt liefern. Menübeschreibungen und gesponserte Platzierung kommen zusätzlich obendrauf.
Zwei dieser sieben Zahlen sind ein hart gemessener Umsatzprozentsatz (44 % für Fotos, 18 % für Beschreibungen); der Rest sind Faktoren, die die Plattformen selbst namentlich nennen, ohne ein Gewicht daran zu heften. Dieser Unterschied ist genau der Grund, warum dieser Artikel niemals eine Zahl erfindet, die die Plattformen selbst nicht veröffentlichen.
Die Korrektur kostet meist kein Geld — nur die Zeit, Ihr Menü auf Fotos und Beschreibungen durchzugehen, automatische Annahme einzuschalten und Ihre Stornierungen ein Quartal lang zu verfolgen. Gesponserte Platzierung ist die einzige der sieben, die tatsächlich Geld kostet, und lässt sich am besten erst einsetzen, wenn die anderen sechs in Ordnung sind.